Archiv der Kategorie: QaD

„Quick and Dirty“ = Schnellstens Zusammengestricktes

Mausetot

„… aber wenn man die Maus über die graue Fläche hält, dann sieht man doch, dass die sich verändert! Da musst Du dann klicken, dann klappt das auf.“

„Nö. Bei meiner Maus, da verändert sich nichts.“

PS: Liegt eindeutig an der Maus. Das ist nämlich keine Maus, sondern eine Spitzmaus. Spitzmäuse sind Insektenfresser und keine Mäuse. Probier’s mal mit ’ner Wühlmaus.

PPS: Für diesen Beitrag wurden keine Mäuse oder Spitzmäuse verwendet, die nicht Dank Hauskatze, Logitech und Synaptics weit im Vorfeld richtig konfiguriert worden wären.

Sommerschule

Die gesamte letzte Woche war „Sommerschule“ auf dem Höhnisch. In Mathe. Von 8 bis 12. Ich bin da noch gespalten, was diese Idee angeht.

Einerseits ist eine Bleiche, bevor es „richtig los geht“, gerade in Mathe, nicht schädlich und hilft denen, die in diesem Fach beim Übergang in die Oberstufe sonst Probleme hätten. Auch brauchen ältere Kinder weniger Ferien als jüngere.

Andererseits öffnet dies eine Tür in Richtung Nachhilfe durch Lehrkräfte, die von einigen SuS fest in ihre Arbeitshaltung während des Jahres eingepreist werden wird. Dazu kommt, dass die SuS es hier ja wieder mit der ihnen vertrauten Schulsituation zu tun haben. Die gleichen Pauker, die gleichen Räume. Das könnte ein Stück der Motivation wegnehmen bzw. erleichtert den Rückfall in die im Unterricht schon gezeigte Haltung.

Mal sehen, was die Kolleg/innen berichten.

DSGVO rev.

Was muss ich nicht alles lesen gerade: dass Schulen Zeugnisse von Hand schreiben müssen, weil: Datenschutz. Die Gesetze geben das IMHO nicht her. Siehe
DSGVO Art 6 Absatz I Ziffer c:

die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

i.V.m. Schulgesetz (Bildungsauftrag) als Legitimationsgrundlage und i.V.m. LDSG §4:

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist unbeschadet sonstiger Bestimmungen zulässig, wenn sie zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der öffentlichen Stelle liegenden Aufgabe oder in Ausübung öffentlicher Gewalt, die der öffentlichen Stelle übertragen wurde, erforderlich ist.

Bei einem genauerem Blick stellt man oft fest, dass sich die Sachlage vor Ort etwas komplizierter gestaltet. Die Kolleg/innen an derartigen Schulen scheinen mit dem Thema Verschlüsselung von Daten (das war schon vor der DSGVO Pflicht) zum ersten Mal in Kontakt zu kommen. Außerdem finde ich überwiegend Presseberichte aus anderen Bundesländern. Die Lehrerfortbildung in BaWü scheint gewirkt zu haben.
Bei den Formulierungen der Überschriften der Presseerzeugnisse steht zu befürchten: Entweder wollen die Verlage mehr Klicks – oder (Achtung: Verschwörungstheorie) die bringen den Datenschutz mit möglichst viel absurdem Zeug und Fake und Blödsinn in Verbindung, so dass sich keiner mehr traut, auf den Datenschutz zu verweisen oder gar auf die Einhaltung von Datenschutzvorschriften zu bestehen, weil die gesamte Umgebung nur noch allergisch darauf reagiert.

Don'ts

Ich hab einen frischen Don’t an meiner Schule entdeckt: Weil der Tisch im LZ nicht eingelassen ist, sondern gewachst, darf man diesen nur abwischen, aber nicht abschrubben.

Das gilt auch für die Fälle, in denen die Wurzelbürste als das geeignetste Werkzeug zur Reinigung erscheint – z.B. weil der eigene Ranzen am Tisch festklebt, nachdem man diesen dort kurz abstellte.
Man lernt nie aus. Und in diesem Fall: auf soo vielen Ebenen.

Molol

Da ist eine Tagung und die KMs und RPs und Akademien und viele andere fahren hin.

Bei der Liste an „Partnern“ einer staatlichen Universität als durchführender Institution einer Tagung zum Thema „mobile Schule“ kommt es auf die eingebundenen Werbenetzwerke (wie doubleclick.net) und Netzwanzen (wie google und gravatar) auf der Webseite gar nicht mehr an.
Glaub mal keiner, dass die sich alle locker freischwimmen, wenn sie wieder im Büro sitzen. Das wirkt.
Das geht so nun schon seit vielen vielen Jahren und die Auswirkungen können wir an fast allen Schulen in BaWü beobachten. Nur eines hat sich verändert: Vor den Tablets waren die Entscheider locked in bei Microsoft, jetzt kommt Apple noch obendrauf. Und die Schulbuchverlage wanzen sich mit ihren digitalen Abomodellen ebenfalls an die ran.
Ich hätte da auch hin sollen. Sollte mich „informieren“ hieß es. Dabei weiß ich doch, was die wollen. Die wissenschaftlichen Vorträge sind in solchen Fällen nur Rahmenprogramm für die Werbebotschaften.

Hoffnung


Da dachte ich noch kurz, das könnte auch ne Lösung sein. Dann stellte sich heraus: Fehlalarm 😉