Archiv der Kategorie: QaD

„Quick and Dirty“ = Schnellstens Zusammengestricktes

DSGVO rev.

Was muss ich nicht alles lesen gerade: dass Schulen Zeugnisse von Hand schreiben müssen, weil: Datenschutz. Die Gesetze geben das IMHO nicht her. Siehe
DSGVO Art 6 Absatz I Ziffer c:

die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

i.V.m. Schulgesetz (Bildungsauftrag) als Legitimationsgrundlage und i.V.m. LDSG §4:

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist unbeschadet sonstiger Bestimmungen zulässig, wenn sie zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der öffentlichen Stelle liegenden Aufgabe oder in Ausübung öffentlicher Gewalt, die der öffentlichen Stelle übertragen wurde, erforderlich ist.

Bei einem genauerem Blick stellt man oft fest, dass sich die Sachlage vor Ort etwas komplizierter gestaltet. Die Kolleg/innen an derartigen Schulen scheinen mit dem Thema Verschlüsselung von Daten (das war schon vor der DSGVO Pflicht) zum ersten Mal in Kontakt zu kommen. Außerdem finde ich überwiegend Presseberichte aus anderen Bundesländern. Die Lehrerfortbildung in BaWü scheint gewirkt zu haben.
Bei den Formulierungen der Überschriften der Presseerzeugnisse steht zu befürchten: Entweder wollen die Verlage mehr Klicks – oder (Achtung: Verschwörungstheorie) die bringen den Datenschutz mit möglichst viel absurdem Zeug und Fake und Blödsinn in Verbindung, so dass sich keiner mehr traut, auf den Datenschutz zu verweisen oder gar auf die Einhaltung von Datenschutzvorschriften zu bestehen, weil die gesamte Umgebung nur noch allergisch darauf reagiert.

Don'ts

Ich hab einen frischen Don’t an meiner Schule entdeckt: Weil der Tisch im LZ nicht eingelassen ist, sondern gewachst, darf man diesen nur abwischen, aber nicht abschrubben.

Das gilt auch für die Fälle, in denen die Wurzelbürste als das geeignetste Werkzeug zur Reinigung erscheint – z.B. weil der eigene Ranzen am Tisch festklebt, nachdem man diesen dort kurz abstellte.
Man lernt nie aus. Und in diesem Fall: auf soo vielen Ebenen.

Molol

Da ist eine Tagung und die KMs und RPs und Akademien und viele andere fahren hin.

Bei der Liste an „Partnern“ einer staatlichen Universität als durchführender Institution einer Tagung zum Thema „mobile Schule“ kommt es auf die eingebundenen Werbenetzwerke (wie doubleclick.net) und Netzwanzen (wie google und gravatar) auf der Webseite gar nicht mehr an.
Glaub mal keiner, dass die sich alle locker freischwimmen, wenn sie wieder im Büro sitzen. Das wirkt.
Das geht so nun schon seit vielen vielen Jahren und die Auswirkungen können wir an fast allen Schulen in BaWü beobachten. Nur eines hat sich verändert: Vor den Tablets waren die Entscheider locked in bei Microsoft, jetzt kommt Apple noch obendrauf. Und die Schulbuchverlage wanzen sich mit ihren digitalen Abomodellen ebenfalls an die ran.
Ich hätte da auch hin sollen. Sollte mich „informieren“ hieß es. Dabei weiß ich doch, was die wollen. Die wissenschaftlichen Vorträge sind in solchen Fällen nur Rahmenprogramm für die Werbebotschaften.

Hoffnung


Da dachte ich noch kurz, das könnte auch ne Lösung sein. Dann stellte sich heraus: Fehlalarm 😉

Kohlberg

Busaufsicht. Die meisten Radler haben es langsam verstanden, dass sie ihr Fahrrad an den Menschen an den Bushaltestellen vorbei schieben müssen, um niemanden zu gefährden (einmal davon abgesehen, dass die Schulordnung dies verlangt). Sie steigen schon ab, wenn sie mich sehen (allerdings oft nur dann).
Einige andere sind unbelehrbar, selbst wenn ich mich als eine Art lebendes Schutzschild vor die Menschen in der Schlange stelle – und damit in deren Weg. Sie werden rotzig. Einsicht zeigt sich nur selten und oft nur dann, wenn ich mit einem Besuch bei der Schulleitung drohe, in der Form von „Einhaltung einer wohlbekannten Regel auf Grund von Druck“.
Heute kam der Druck versuchsweise zurück: Einer aus dem GMS wollte die Polizei holen, weil ich ihn aufhalten würde. Er übersah dabei allerdings, dass er dann selbst der Doofe ist. §315c StGB kannte er nicht.
Schade, dass es bei einigen Kandidaten mit einem Hinweis auf die Gefahr selbst nicht getan ist.

Worschd


So geht’s natürlich auch:
Statt bei miesem Wetter an den nächsten See zu radeln (wie mein Mittlerer) und dort dann nicht zu schwimmen, kein trockenes Holz zu finden und keinen Sitzplatz zu haben, verkriecht man sich im eigenen Carport, wirft den Grill an und genießt Würstchen komfortabel vor Ort.
Nur Schade, dass der Spielplatz hier nix hermacht, auch wenn er als Parkplatz gute Dienste leistet.