Archiv der Kategorie: Memo

Don'ts

Ich hab einen frischen Don’t an meiner Schule entdeckt: Weil der Tisch im LZ nicht eingelassen ist, sondern gewachst, darf man diesen nur abwischen, aber nicht abschrubben.

Das gilt auch für die Fälle, in denen die Wurzelbürste als das geeignetste Werkzeug zur Reinigung erscheint – z.B. weil der eigene Ranzen am Tisch festklebt, nachdem man diesen dort kurz abstellte.
Man lernt nie aus. Und in diesem Fall: auf soo vielen Ebenen.

Kohlberg

Busaufsicht. Die meisten Radler haben es langsam verstanden, dass sie ihr Fahrrad an den Menschen an den Bushaltestellen vorbei schieben müssen, um niemanden zu gefährden (einmal davon abgesehen, dass die Schulordnung dies verlangt). Sie steigen schon ab, wenn sie mich sehen (allerdings oft nur dann).
Einige andere sind unbelehrbar, selbst wenn ich mich als eine Art lebendes Schutzschild vor die Menschen in der Schlange stelle – und damit in deren Weg. Sie werden rotzig. Einsicht zeigt sich nur selten und oft nur dann, wenn ich mit einem Besuch bei der Schulleitung drohe, in der Form von „Einhaltung einer wohlbekannten Regel auf Grund von Druck“.
Heute kam der Druck versuchsweise zurück: Einer aus dem GMS wollte die Polizei holen, weil ich ihn aufhalten würde. Er übersah dabei allerdings, dass er dann selbst der Doofe ist. §315c StGB kannte er nicht.
Schade, dass es bei einigen Kandidaten mit einem Hinweis auf die Gefahr selbst nicht getan ist.

LFB-Online

Nach vielen, vielen Jahren und sicherlich auch vielen, vielen Überweisungen an die üblichen Institutionen in der freien Wirtschaft haben wir Lehrkräfte nun schon seit einiger Zeit LFB-Online und damit zumindest theoretisch die Möglichkeit, uns online zu Lehrgängen anzumelden:
https://lfb.kultus-bw.de/
Damit dies in der Praxis funktioniert, gibt es die folgenden, mir bekannten Möglichkeiten:

Lehrgangsnummer ist bekannt

Ist die Lehrgangsnummer bekannt, dann meldet man sich an LFB-Online mit Benutzernamen und Passwort an, klickt auf /Suche und dann auf /Lehrgangsnummer, gibt die Lehrgangsnummer in das Feld ein, klickt auf /Suche starten und wird fündig.
Intern gibt es dann noch immer viele Möglichkeiten, seine Anmeldung zu verzocken – aber wenigstens hat man dann die richtige Veranstaltung gefunden. Eine Kurzanleitung zur Nutzung des System befindet sich z.B. auch auf dem Lehrerfortbildungsserver (der mit LFB-Online nur drei Buchstaben gemeinsam hat – ansonsten sind das völlig unterschiedliche Institutionen).

Lehrgangsnummer ist nicht bekannt

Ist die Lehrgangsnummer nicht bekannt, dann hat man zwei Möglichkeiten, diese zu finden.

Datenbanksuche auf dem Lehrerfortbildungsserver

Die für mich sympathischere Vorgehensweise ist die, auf die Fortbildungsdatenbank auf dem Lehrerfortbildungsserver zuzugreifen, die sich hier befindet: http://lehrerfortbildung-bw.de/fortbildungen/
Hier kann in allen zentralen (!) Fortbildungen über Begriffe und über Gliederungsmerkmale zur Vorauswahl der Veranstaltungen gesucht werden.
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Hat man etwas Interessantes gefunden, klickt man auf die Lehrgangsnummer und landet auf der Seite mit der Beschreibung der Fortbildung.
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Dort doppelklickt man auf die Lehrgangsnummer, um diese zu markieren, und legt sich diese in die Zwischenablage (z.B. durch STRG + C). Erst dann nutzt man den Link zur Online-Anmeldung über LFB-Online.
Dort klickt man dann wieder in der Navigation auf /Suche /Lehrgangsnummer und pastet (z.B. durch STRG + V) die Lehrgangsnummer aus der Zwischenablage in das Suchfeld. Einmal auf /Suche starten klicken und man wird fündig.
Das funktioniert aber nur mit Fortbildungen, die zentral angeboten werden. Regionale Fortbildungen sind über die Datenbank auf dem Lehrerfortbildungsserver nicht zu haben.

Suche direkt im Gesamtkatalog in LFB-Online

Wer also regionale Fortbildungen sucht und keine Lehrgangsnummer hat, der klickt sich direkt durch LFB-Online – und zwar wie folgt:
/Suche /Katalog /Gesamtkatalog /anzeigen
Jetzt werden alle (! – das sind fast 18.000 Stück) Titel der verfügbaren Fortbildungen ins Browserfenster geholt. Das kann – je nach Systemlast und Netzverbindung – eine Ecke dauern.
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Ein STRG + F ruft die Suchfunktion im Browser auf und ermöglicht dann die Suche in den Titeln der Fortbildungen auf dieser Seite. In den Beschreibungen zu den Fortbildungen kann man so nicht suchen (es ist ja die Browser-interne Suche, die hier genutzt wird).
Komfort sieht anders aus.
Böse Menschen behaupten, dass die umständlichen Wege Absicht sind: Fortbildungen, die nicht gefunden werden, werden nicht besucht und das sorgt dafür, dass a) kein Unterricht ausfällt und b) keine Fahrtkosten zu zahlen sind, was Schule und Land – zumindest kurzfristig – besser aussehen lässt.

HobNob Cake

Mehr Küchenbla nach Klick auf Bild

HobNobs sind Haferkekse. Ne. HobNobs sind überhaupt DIE Kekse. Sie sind in Deutschland leider, leider sehr schwer zu bekommen – es sei denn, über die British-Shops im Internet und manchmal auch beim Edeka in Gomaringen.
Ich habe heute aus meinen Edinburgh-Mitbringseln einen Kekskuchen gebastelt. Hier das Rezept:
500g HobNobs (zerkrümelt)
200g Butter (geschmolzen)
250g Quark (keinen mageren!)
250g Joghurt (natur – den griechischen)
250g Mascarpone (kann durch Frischkäse ersetzt werden)
2EL Honig
1Tl Zimt
4 Blatt Gelatine
Amaretto
500g – 1kg Beeren
Die HobNobs in einer Tüte zerbröseln und mit der geschmolzenen Butter vermischen. In eine Springform drücken.
Quark, Joghurt, Mascarpone, Honig, Zimt mit dem Handrührer zu einer glatten Creme verarbeiten. Die Gelatine einweichen, ausdrücken und dann mit dem Amaretto zusammen (und evtl. ein paar Tropfen Wasser) warm machen und auflösen. Die Gelatinelösung zur Creme geben und unterrühren. Diese Masse dann auf dem Keksboden glatt verstreichen.
Die Beeren auf die Creme legen und bei Bedarf noch mit Tortenguss (klar) zuschütten.
Ich vermute, ein Stück von diesem Kuchen deckt den Tagesbedarf an Kalorien. Aber gut schmecken, das tut er 🙂

Lucide Momente

Durch Lucid, das habe ich gestern vergessen zu erwähnen, ergeben sich noch ein paar kleine Veränderungen, die man durchaus als Vereinheitlichung bezeichnen könnte:
Das Serververzeichnis wird auf dem Client nicht mehr unter /home/gruppe/klasse/nutzer eingebunden, sondern direkt auf dem Desktop des Clients. Hierdurch tauchen nun zwei Verzeichnisse auf diesem auf: Home_vom_Server und Eigene_Dateien. Der Ordner /Desktop ist demnach nicht mehr auf dem Server zu Hause – sondern nur auf dem Client. Wer dort Daten ablegt, sieht diese nach einem Reboot nicht mehr wieder.
Ihr kennt das Verhalten vom XP Client.
Das ist nun zwar erstmal ungewohnt (von mir aus auch „doof“), aber bis ich den Firefoxstart-Bug im Griff habe bleibt das so. Zeit hab ich nicht unendlich und das Upgrade des Informatikraums sowie Tests mit Xubuntu für den Unterinfo gehen vor.
Jetzt schreibt Ihr mir erst einmal ein paar Bugreports zu Lucid und dann sehen wir weiter.

Schulgeschichte

Seit gestern ist es kein Geheimnis mehr, dass das KvFG die Öffentlichkeitsarbeit auf professionellere Füße stellen will und hierzu eine extra Stelle einrichten wird.
Ich hab deswegen den Melancholischen und heul jetzt hier ein wenig herum. Außerdem hab ich eine neue Kategorie für derartige Anfälle eingerichtet: Memo.
Einst, damals, vor langer Zeit habe ich mit einigen Schüler/innen zusammen in diesem Gebiet gewildert und mit der Veröffentlichung von zwei Jahrbüchern versucht, einen kleinen Beitrag zu leisten. Beide floppten, wenn auch nicht ganz so fiskalisch katastrophal wie die Festschrift zum 10jährigen. Im kollektiven Bewustsein der Schule ist von diesen Versuchen aber nichts mehr zu finden.
Wer noch eines von den Dingern haben will findet evtl. im Sekretariat unter einen meterdicken Staubschicht … lassen wir das.
Nachdem die Jahrbücher also nicht beim Publikum ankamen verkürzte ich diese zum „Frischling“ für die neuen 5er. Die bekamen die Hefte bei der Anmeldung kostenlos mitgeliefert, konnten sich also nicht wehren oder mussten nicht selbst entscheiden. Das lief zwei Jahre lang ganz ordentlich und auch das Feedback stimmte. Eines von den Dingern ist sogar noch im Netz zu finden.
Die Erfahrung beim Erstellen dieser Hefte war durch die Bank, dass die Macher keinerlei Materialien geliefert bekommen, es sei denn ich steh den Menschen auf die Füße. Körperlich. Täglich. Ich hab Schuhgröße 52 – aber selbst dann ist ein Rücklauf von über 10% ein toller Erfolg. Ein Trost ist, dass Michels Erfahrungen mit der Homepage ähnlich gelagert sind.
So entstand BeeHive. Aus Frust – und der „Weisung“ von Hr. Weigold, dass ihm die Form einer Dokumentation eh völlig Wurscht sei.
Parallel dazu drängte ich meinen Schüler/innen und Kolleg/innen Moodle auf – von Anfang an in den zwei Geschmacksrichtungen „Nur für Lehrer/innen“ (unter einer ORG Domain) und „Für alle“ (heute eine NET Domain – ganz am Anfang unter der heute als Umleitung funktionierenden Domain http://moodle.kvfg.de).
Hier entstand über die Jahre die eigentliche Schuldokumentation als Ablage für alles, was wir auf unseren vielfältigen Konferenzen so beschließen inklusive megabytereicher Anleitungen zum hausinternen Netz, die keiner liest. Inzwischen ist hieraus immerhin auch eine landesweite Fortbildungsveranstaltung geworden – zu finden auf den Seiten des LFB. Neugierige Schüler/innen können sich über einen derartigen Kursraum gerne hier informieren.
Andere Schulen sind mit Jahrbüchern relativ erfolgreich (z.B. das Pestalozzi Gymnasium in Biberach das zusätzlich noch ein regelmäßig erscheinendes PG-Info herausgibt), stecken aber auch ganz hübsch Verfügungsstunden in diesen Bereich. Wer hat, der kann. Andererseits – dafür ist deren Webseite unter aller Kanone.
Alles auf einmal geht wohl nicht.
Und ich bin jetzt gespannt – wer’s wird und welche Erfahrungen er/sie macht. Evtl. hab ich ja bald eine/n Co-Autor/in 😉