Mattermost

Jetzt ist er also doch gelandet – der Messenger für die Schule. Was den letzten Ausschlag gab, war, dass es einige besonders Wilde gab, die sich über die üblichen „Dienstleister“ erkundigten. Die Daten unserer Schüler*innen in den Händen von kommerziellen Interessen wollte ich aber auf jeden Fall vermeiden – also musste eine Lösung her.

Frank war glücklicherweise gleich mit an Bord. Er wollte für seine Schule schon seit längerer Zeit einen Messenger und hatte – wie ich auch – mit Synapse / Matrix und Mattermost experimentiert.

Die Wahl fiel am Ende auf Mattermost. Vor allem, weil dieser eben nicht (!) die Inhalte verschlüsselt. Im Notfall kommt man als Admin so an Mobbingposts heran oder kann Bilderchen löschen, bei denen die SuS zu kreativ eigene Aufnahmen des Lehr- mit den professionellen Aufnahmen von Pornokörpern verknüpften.

Dazu kommt: die App ist einfach schicker und flutschiger als Riot. An der Front wollte ich unbedingt meine Ruhe haben.

Der Rest stimmt auch: Das Open Core Konzept verhindert allzu wilde technische Wünsche, die bei der Anmeldung angegebenen Maildomains erlauben das Sortieren in Teams (= Schulen bzw. bei uns auch reine L-Teams) und bei F-Droid hat es einen Client für die LineageOS Benutzer*innen.

Hübsch ist auch die Domain, die wir für unseren neuesten Dienst im Verbund Lehrerpost fangen konnten: schule.social! Wir waren baff, dass die noch frei war. Und Platz für ein Mastodon ist auf der VM auch noch, wenn wir mal ganz wilde Momente haben.

Jetzt ist „MM“ also da – und ob meine Schule anbeißt kann mir fast egal sein. Die S und L der anderen Schulen im Verbund werden zusammen so viel Nutzungszeit aufbringen, dass sich die Investition in meine administrativ zu verwendende Zeit am Ende „moralisch rechnet“.