Fortschritte

Mein Eindruck ist: Es geht dieses Jahr einfach langsamer voran als in den Jahren zuvor und vor allem als geplant. Zu viele Baustellen tun sich auf, mit denen keiner gerechnet hat (z.B. der Umstand, dass wir immer noch Routerprobleme haben und somit von unserer 400MBit Leitung kaum etwas spüren). Aber in den letzten beiden Tagen machte es ein paar Hopser. Nicht nur wurden gestern die Server „unter“ kvfg.net und kvfg.org auf Jessie gelupft – ich habe mir auch unser Monster gekrallt und darauf mit Collabora-Office (ein LibreOffice für den Browser) zusammen mit NextCloud experimentiert.

NextCloud sieht, wenn wundert es, erst einmal aus wie ownCloud, bringt aber ein paar Module schon mit, die bei ownCloud als Thirdparty gelten. Neue Dokumente lassen sich im Dateibaum direkt anlegen.

LibreOffice Impress Dateien können dort angelegt und auch gemeinsam bearbeitet werden …

… was auch für LibreOffice Calc Dokumente geht. Allerdings fehlt Collabora in Calc zum jetzigen Stand noch ein Grafikmodul – ganz im Gegensatz zu unserem Ethercalc.

LibreOffice Writer in der Cloud ist für uns ja schon ein älterer Hut.

Das kann unsere ownCloud Installation auf Karlchen seit ein paar Jahren (März 2015) und ebenfalls so, dass mehrere Menschen parallel an einem Dokument arbeiten können. Das Bild oben gibt einen kurzen Einblick – und zeigt auch gleich die Unterschiede zwischen den beiden LibreOffice-Writer-basierenden Editoren auf.
Collabora sieht nicht nur schicker aus und bringt viel mehr LibreOffice-Funktionen mit – darunter die Kommentarfunktion, die ich in der Desktop-Version ganz praktisch finde, weil ich dann nicht im Text direkt kommentieren muss – sondern auch einen Packen Probleme. Die Nachteile von Collabora sind nicht zu unterschätzen: Das über einen Docker-Container im System verankerte Tool frisst RAM und CPU. Unter 6GB RAM braucht man nicht anfangen und Bandbreite benötigt es ebenfalls satt. Wenn ich das ausrolle, dann muss es zu Hetzner. Im Haus macht das ohne ein Glasfaserkabel und synchrone Anbindung wenig Sinn, ist doch unser Upstream aktuell eine Bremse für die Arbeit zu Hause.
Außerdem: OnlyOffice will ich mir noch ansehen, bevor ich mich auf Collabora festlege. Deren Groupware will ich jedoch nicht. Da ist mir ownCloud / nextCloud näher. Technisch sollte das  machbar sein – inklusive Anbindung über LDAPs ans Haus.