Müllweg

Der GEA berichtet hier [-link-zu-presseerzeugnis-gelöscht–ich-verlinke-euch-nicht-mehr-] davon, dass Schüler/innen vor allem aus den Klassenstufen 7-8 unseres Schulzentrums Verpackungsmaterialien ihres Mittagessens auf dem Weg zurück zur Schule schlicht auf den Weg werfen, statt diese in der Schule ordentlich im Mülleimer zu entsorgen. Ein erster Maßnahmenvorschlag läge laut GEA auch schon vor. Ein Bürgermeister fordere, man könne den ganzen Müll mal in ein Klassenzimmer werfen – als Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme.
Emotionen halt. Wenn die Meldung im GEA stimmt, dann hat ein Bürgermeister mit der Faust auf den Stammtisch gehauen und alle dort Sitzenden sind kurzfristig begeistert.
Die Kriterien für die Auswahl der Klasse will ich mal sehen – und die Reaktion der Eltern, die dann entdecken, dass das Verhältnismäßigkeitsprinzip einer Gemeindeverwaltung und ihrer Exekutive doch ganz gut zu Gesicht steht. Vor allem die Reaktion der Eltern, deren Kinder regelmäßig die Mensa besuchen, wäre interessant. Am Ende könnte die Umsetzung dieses Vorschlags ein gutes Instrument sein, um Grundrechte sowie rechtsstaatliches Handeln von Behörden zu thematisieren und um den am Schulleben Beteiligten vor Augen zu führen, wie dünn das Eis der Zivilisation auf dem Morast menschlicher Gefühle und Stimmungen ist.