Routing

Es nervt: Da bringen die Routerhersteller wie DLink, Cisco, Linksys, TPLink etc. pp. Geräte auf den Markt, die weiß der Himmel was versprechen, aber die Dinger gehen in die Knie, wenn sich mehr als 5 Personen darauf verbinden. Fehler in der Firmware werden von vielen Herstellern auch dann nicht repariert, wenn diese dicke Sicherheitslücken darstellen. Der doofe Konsument im Heimbereich merkt das ja nicht – und die anderen kaufen eh Cisco.
Wir bisher auch.
Cisco bringt zwar immer mal wieder Updates heraus – diese ändern aber nichts an dem Umstand, dass die Router weiterhin bei „zu vielen Verbindungen“ einknicken oder sich schlicht abschalten, wenn sie meinen, sie hätten nun genug gearbeitet und deswegen etwas Ruhe verdient. Der Hersteller mag das unter Green-IT verstehen. Ein „übe Dich in Verzicht“-Programm, auf das ich während des Unterrichts keine Lust habe.
Kurz: Mir ist kein Routerhersteller bekannt, an dessen Firmware ich noch glauben kann. Keiner kümmert sich langfristig um seinen Kram und hat dabei tatsächlich die Probleme schulischer Administratoren im Blick.
Die einzige Hilfe ist OpenWrt.
Ist das Minilinux mal auf einem Routern drauf, geht es aufwärts: Mehr Verbindungen sind möglich, Softwareupdates und Patches für Fehler sind verfügbar, ein Paketmanager erlaubt die Installation weiterer Features und hält das System aktuell. Ein Traum.
Warum nur arbeiten die Router-Dickschiffe nicht gleich mit den Opensource-Leuten bei OpenWrt zusammen? Die können es doch offensichtlich besser.
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Anyway. Wir planen den Umstieg auch für die Schule, wollen den proprietären Kram nach und nach rauswerfen und unsere AccessPoints durch „äbbes gscheids“ ersetzen. Im Auge hatte Daniel den TPLink WDR4900 U900. Der ist keine Schönheit – aber er bringt schnelles WLAN auf zwei Funkbändern mit und versteht sich mit OpenWrt.
Ich hab mir den gleich mal für erste Tests für zu Hause besorgt (und meinen alten D-Link mit X Sicherheitslöchern entsorgt) … und siehe da: er scheint sein Versprechen halten zu können. Im Moment hängen alle Rechner des Hauses über WLAN am Router und saugen was nur geht. Es fühlt sich an wie zuvor allein auf dem D-Link. Das heißt jetzt noch nichts – für die Schule müssten wir die Performance einmal mit iperf messen und außerdem habe ich hier auch keine 15 Laptops … aber dafür ein klein wenig Hoffnung.