Archiv der Kategorie: Elektrisch

E-Learning, Moodle, hausinterner Server und alle anderen technischen Kleinigkeiten im Haus …

Corona Laptops #4

Insgesamt fluffig. Von 157 Geräten gehen 2 zurück, weil sie sich nicht haben zur Mitarbeit überreden lassen.

Die anderen Laptops wurden, ohne Berücksichtigung der Entwicklungszeit für den Preseeding-Server, in – zusammengerechnet – einem Arbeitstag sehr stressfrei ausgerollt.

Der Preseeding-Server bleibt auf dem VM-Host „Kneipe“. Haben die SuS Ihre Laptops „kaputt gespielt“, kommt von dort eine frische Installation.

Hier mehr zu den T450.

Corona Laptops #3

Die ersten 55 Stück sind durch. Geht erstaunlich flott, wenn man nicht allein ist.

Einer packt die Laptops aus und stellt das BIOS richtig ein. Der andere kümmert sich um den Sync mit der Installbox, den mensch immer wieder mal neu anschubsen muss bei bestimmten Zickenrechnern. Und wer gerade Luft hat nimmt die fertigen Laptops weg und beschriftet diese.

Oder: Man setzt sich zuerst zusammen hin und stellt für 20 Rechner das BIOS richtig ein. Dann schließt man diese für den Sync an und während die Rechner vor sich hin installieren werkelt man wieder am BIOS Setup der nächsten Runde. Wer gerade nicht mehr will, räumt die fertigen Kisten weg zur Beschriftung.

Oder, oder, oder …

Alleine ist es unschön: Während man noch BIOSe einstellt, sind einige Rechner schon fertig durchinstalliert oder wollen Liebe, weil sie bei der Installation aus irgendwelchen Gründen zuerst auf die Nase fielen. Dann macht man mal BIOS, mal kümmert man sich um Rechner, mal beschriftet man die fertigen Kisten … und kommt dabei ins Schwitzen. Ging mir heute Nachmittag so, weswegen ich dann abbrach, als ich diesen hier beschriftet hatte:

Eine bessere Zahl für eine Pause gibt es nicht!

Probleme beim Ablauf machte zu Beginn die Installbox selbst. Die konnte zu Hause noch brav auf einer unkonfigurierten Netzwerkkarte bridgen – in der Schule dann aber nicht mehr. Warum auch immer. Vermutlich spielt der Switch eine Rolle. Aber das wird an anderer Stelle beschrieben.

Corona Laptops #1

Da demnächst ein ganzer Laster mit Laptops kommt, die dann von den SuS zu Hause genutzt werden können, sofern sie keine eigenen Geräte haben, suchte ich nach einem geschickten Installationsweg. Den habe ich Dank andi gefunden und erfolgreich anwenden können.

Es handelt sich um einen kleinen Debian-Server („Installbox“), der eine Konfiguration via PXE ausrollt. Das basiert auf dem hier:

https://salsa.debian.org/installer-team/netboot-assistant

Diese netzwerkbasierte Installation nimmt die Einteilung der Festplatte selbst vor und installiert und konfiguriert, was man ihm sagt. Das Skript wurde von mir dann noch um die Konfiguration des Homeverzeichnisses ergänzt. An die ebenfalls verfügbare Einbindung von Ansible

https://salsa.debian.org/andi/debian-lan-ansible/

habe ich erst einmal verzichtet – das war mir für das Projekt aktuell zu viel Gefrickel.

Das läuft nun so:

  1. BIOS Einstellungen auf dem Laptop händisch anpassen (da muss man durch)
  2. Laptops mit Installbox per LAN-Kabel via Switch verbinden
  3. Beim Boot F12 drücken und die Netzwerkkarte als Bootdevice auswählen
  4. Debian Preseed im Menü auswählen
  5. Installation läuft durch; reboot passiert am Ende automatisch

Fertig. Dauert keine 10 Minuten pro Laptop.

Im via PXE geladenen Installer den Eintrag „Debian preseed“ auswählen

Die Installation läuft automatisch komplett durch – die Pakete werden von einem Apt-Cacher NG auf der Installbox gezogen und nicht aus dem Netz. Damit ist die Installbox im Prinzip auch ohne Internetverbindung einsetzbar.

Eingerichtet wurde ein Default Benutzer kvfg mit dem Passwort kvfg und sudo Rechten. Die SuS können sich demnach beliebig weitere Software nachinstallieren. Firefox ist (inklusive Addons) ebenso eingerichtet wie Libreoffice für die Nutzung von Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Als Desktop kommt ein XFCE zum Einsatz, das mit Papirus-Icons und Arc-Theme weniger hässlich ist, als der Default-XFCE-Desktop von Debian. Da dürfen sich die SuS dann aber austoben.

Ist der Rechner kaputtgespielt, dann bügelt der Admin die nächste Installation wieder drüber.

Technische Infos zur Installbox sowie Downloads etc. pp. siehe https://www.bdjl.de/localhost/?p=5459

OnlyOffice DocumentServer Schwemme

Um die Grenze von 20 gleichzeitigen Usern des OnlyOffice DocumentServers besser beherrschbar zu machen, laufen im KvFG Netz nun drei von den Dingern unter Docker:

  1. einer für die interne Nextcloud, die von SuS und LuL genutzt werden kann und auch den Zugriff auf das Homeverzeichnis erlaubt
  2. einer dezidiert für das kvfg.net Moodle
  3. und ein weiterer für das kvfg.org Moodle und die LuL-Cloud.

Mal sehen, ob meine olle Kneipe das schafft, was da an Last kommt. Bis jetzt ist zwar ein kleiner Aufwärtstrend in der Load zu sehen, aber CPU-Kerne sind noch genug da.

Wenn eine der VMs in die Knie geht, dann vermutlich die, die das net-Moodle versorgen darf, weil keiner blickt, dass mensch für die gemeinsame Arbeit an Texten besser Wikis oder unser Etherpad nutzen sollte.

Jitsi-Server für Notenkonferenzen

Ich habe für die Notenkonferenzen bei uns einen Jitsi-Server für den stand-alone Betrieb gebastelt:

https://cloud.kvfg.de/index.php/s/DYM2kjxp8dDEGjp

Hintergrund ist hier, dass es Kollegen gibt, die als Zugehörige zu Risikogruppen nicht direkt im Konferenzraum anwesend sein können. Trotzdem wollen sie „mit dabei sein“ und sich auch äußern können. Und das soll ohne jegliches Umbiegen von datenschutzrechtlichen Vorgaben möglich sein. Also ist das Setup so gemacht und gedacht, dass keine Daten nach draußen gehen.

Der Jitsi-Server steht als Virtualbox-VM zur Verfügung. Weiter benötigt werden zwei Laptops.

  1. Ein Laptop kommt in den Konferenzraum. Auf diesem läuft auch die VM mit dem Jitsi-Server. IPs sind alle statisch vergeben.
    Eine ordentliche externe Webcam mit Weitwinkeloptik und ein ordentliches externes Mikro mit Kugelcharakteristik oder „breiter Niere“ hängt mit dran.
    Ein Kabel verbindet diesen Laptop dann direkt mit …
  2. … dem Laptop im zweiten Raum, in dem der Kollege sitzt. Dieser benötigt neben einer Webcam (da reicht die im Laptop verbaute) noch ein ordentliches Headset.

Meine Tests hier im lokalen Netz zeigten: das funktioniert reibungslos.

Eine Beschreibung (inklusive Benutzernamen und Passwörtern sowie Beschreibung der Aliasdefinitionen für die Steuerung des Jitsi-Servers) ist mit in der Cloud, so dass auch andere zugreifen und die VM für sich anpassen können.

Update 20.07.2020

Im Schulnetz gab es nun doch ein Problem mit der VM, das hier lokal nicht auftrat. Also wurde in der Datei /root/docker-jitsi-meet/.env die Zeile 50 DOCKER_HOST_ADDRESS=192.168.1.1 entkommentiert und zu  DOCKER_HOST_ADDRESS=10.16.20.2 geändert und die Zeile 212 JVB_STUN_SERVERS … auskommentiert.

Die VM liegt nun in neuer Form wieder am angegebenen Ort.

Is it dead, Jim?

Wenn ich das Rauschen im Mailwald gerade richtig interpretiere, hat der LfDI in Baden-Württemberg MSO365 einen kräftigen Schubs in Richtung Klippe gegeben.

Das wäre längst überfällig und absolut notwendig, wenn Grundrechtsbindung mehr sein soll als nur hohles, leeres Wort.

Leider sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Details veröffentlicht – aber die sollten dann ja zeitnah kommen.

Update 11.07.2020

Ich hab mich wohl zu früh gefreut. Meiner Wahrnehmung nach, ist Datenschutz nur eine Frage des „wordings“. Wirft mensch mit genug juridischer Phrasologie nach konkreter Technik, dann geht plötzlich doch alles.

Der Bildungssektor entwickelt für sich seine eigenen Weltraumtheorie.

PHV

Die Philologen haben eine neue Webseite und selbstverständlich verbocken sie es. Wohl aus der inzwischen immer weiter verbreiteten Grundhaltung heraus, dass Datenschutz nur was für Spinner ist, werden da großzügig die üblichen Verdächtigen mit den Daten der Besucher versorgt. Technisch notwendig ist keine der Einbindungen. Könnte man alles selbst auf dem eigenen Server betreiben.

Muss man da noch erwähnen, dass die Datenschutzseite diese Dienste nicht aufführt?

Diese, sich meist aus Gedankenlosigkeit, Faulheit, Grundrechtsvergessenheit und vollständiger Inkompetenz sich ergebende Haltung gegenüber Datenschutzfragen geht mir so was von auf die Nerven … Hauptsache Oberflächlichkeit und Mitschwimmen im Kollektiv der hübschen Webseiten.

Jetzt hab ich mal den Großen Vorsitzenden angeschrieben und um Aufklärung gebeten. Kommt der nicht in die Hose, dann darf ich wieder den LfDI bemühen.

Update 28.05.2020

Mein Mailgemaule scheint geholfen zu haben. Die PHV Webseite ist nun – nach einer ersten oberflächlichen Prüfung – so sauber, wie es sein sollte. Es lag dann wohl am üblichen Problemchen: Aufträge an Dritte werden vergeben aber die gelieferte Ware wird nicht kontrolliert. Am Wochenende grab ich trotzdem mal tiefer und schau mir vor allem auch das Backend an.

Blech

Die CPUs für die Moodle VM reichen für die aktuell auftretende Last nicht mehr wirklich aus. Wir sind inzwischen beim CPU Pinning angekommen, um die Wartezeiten nach dem Klick zu verkürzen – aber das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Immer, wenn im Diagramm oben orange auftaucht, dann ist Krise.

Da hilft nur ein frisches Blech als Basis, mit mehr und schnelleren CPUs.

Insights

Moodle 3.8 lieferte hier ein KI Modell mit aus, das im Rahmen des Updates via CLI dafür sorgte, dass alle Kursleiter unfreiwillig erfahren durften, dass ihre SuS schon länger nicht mehr im Kursraum waren. So etwas will man als Lehrkraft ja gar nicht wissen 😉

Weil die Datenschutzerklärung des KvFG ausdrücklich auf Profiling eingeht, musste ich den richtigen Schalter finden – und denke inzwischen, dass ich den auch gefunden habe.

Deaktiviert man die Modelle via Aktionen nur auf deren Überblicksseite im Bereich Analytics-Modelle, dann scheint Moodle im Zuge von Updates diese Einstellung zu vergessen, sofern diese über CLI vorgenommen werden … und wirft mit Mails nach den Kursraumleitungen. Die sind dann irritiert. Will man ja nicht.

Also knipst man das Analytics Modul komplett weg. Das findet man als Admin im Backend unter Zusatzoptionen

… und dort ziemlich weit unten auf der Seite. Eine Suche im Backend nach enableanalytics hilft natürlich auch.

Häkchen raus – und dann ist hoffentlich mehr Ruhe im Karton.

Ob das den Fall nun endgültig erledigt erfahre ich spätestens im Zuge des nächsten Moodle-Updates. Bis dahin muss ich mit den Anfragen der LuL zu der Mailflut leben, die denken, ich persönlich hätte sie angemailt. Aber das ist ein übliches Missverständnis im Kontext allgemeiner Medienkompetenz.