Archiv der Kategorie: QaD

„Quick and Dirty“ = Schnellstens Zusammengestricktes

STUN/TURN Server und Nextcloud Talk

cloud kvfg

Nextcloud Talk in der KvFG Cloud

Nachdem ich heute Vormittag erfolgreich einen STUN/TURN Server ins Netz bekommen hatte, verdongelte ich diesen mit Nextcloud Talk und testete …

Mein dickes Katerchen Carlson war zwar im Rahmen des ersten Tests nicht sehr gesprächig, aber im Prinzip steht nun eine Videokonferenzlösung für das Kollegium zur Verfügung. Auch Externe können als Gäste an Videokonferenzen beteiligt werden, sofern man diesen den Link zum Konferenzraum (z.B. per Mail) schickt.

Läuft in allen modernen Browsern (Firefox, Chromium) und für die, die es nicht lassen können ist auch eine App für das Handy vorhanden. Schwierig könnte die Ressourcenausstattung meiner VM sein. Die muss im Alltag nun zeigen, dass sie es packt, bevor ich das größer bewerbe.

Hier kommt die Sonne …

1 – 2 – 3 … 9 – aus! [1] Will man im Neubau einen Film schauen, dann braucht man nicht nur einen windstillen Tag (damit die Jalousien unten bleiben), sondern möglichst auch noch einen trüben. Oder man hilft sich gegen die Sonne mit Postern und Tesa.

Was wir bräuchten wären Architekten, die schon in der Bauphase nicht nur hübsch denken (Jalousien sind schön! Helle Rollos sind schön!) und über das Zuhören reden, sondern das, was man ihnen sagt, dann auch umsetzen: Innenverdunkelung!

Message

Die Verbreitung von WhatsApp (WA) an Schulen liegt bei geschätzt 95%. Fast alle Kinder haben es auf ihren Smartphones – und wenn nicht, dann liegen sie ihren Eltern im Ohr, bis es dann doch da drauf ist. Die Kollegen haben es meist auch. Also nutzen sie es – trotz kultusministerialem Veto – für unterrichtliche Belange. Die 5% einer Klasse, die kein WA haben, gucken blöd in die Röhre. Beschweren tun sie sich aber nicht. Die Eltern auch nicht. Warum auch immer.

Ich überlege mir nun seit einiger Zeit, ob ich nicht einen XMPP oder evtl. auch einen Matrix Server für die Schule hochziehen sollte, zögere aber da, weil ich den Betreuungsaufwand bei einem oft zickigen Publikum nicht abschätzen kann und weil ich auch befürchte, dass wir in einem Mobbingfall dann ziemlich dumm ausschauen könnten: Wir hätten zwar die Plattform gestellt, kämen aber nicht an die Beweise ran, weil die verschlüsselt sind. An der Fürsorgepflicht ändern tut sich nix, nur an der Möglichkeit, dieser nachzukommen. Blöd.

Andere Lösungen habe ich mir ebenfalls angesehen: Zulip sah ganz nett aus, würde auch das Verschlüsselungsproblem mangels Fähigkeiten erledigen – hat aber einen zu wenig schicken und zu wenig potenten Client für Smartphones und würde schon deswegen durchfallen. Mattermost wäre auch eine Möglichkeit, ich will aber nicht meine User händisch pflegen, sondern LDAPs nutzen können, ohne gleich die dann geforderten Mengen Geld auf den Tisch zu werfen. Und Rocketchat … sieht mir einfach zu selbstgestrickt aus; ich erkenne da keine Linie im Softwarestack.

Die Softwareseite ist schon bei Matrix schwer zu blicken für normale User. Dafür scheint das, was bei einer Installation an Bord rollt, aber gut zu überschauen. XMPP mit Prosody wäre die sauberste Lösung – von der Software her, nicht vom Handling derselben.

Im Kreis drehen für Fortgeschrittene.

Vermutlich zerbreche ich mir umsonst den Kopf. Ein solches System nutzen dann so wenige, dass ich allein zeitlich mehr in Updates und Systempflege stecke, als alle SuS und LuL zusammen in die Nutzung. Ich seh das ja schon bei Etherpad, Moodle, nextCloud mit Collabora etc. pp. bei uns im Netz. Manche Kollegen verweisen ernsthaft darauf, dass Ella nicht gekommen sei. Dabei haben die alles aus Ella schon in der Schule. Seit Jahren.

Digitalisierung an Schulen mit Datenschutz zusammen zu bekommen und dabei die Zielgruppe mitzunehmen ist ein echt dickes Brett.

Todo

Mal sehen, wie weit ich komme:

  • Kneipe
    • Kneipe auf aktuellere LTS Version ziehen
    • Rusty auf aktuellere LTS Version bringen
    • Rusty nextCloud – LDAP Anbindung so konfigurieren, dass die Homeverzeichnisse beim Anmelden automatisch eingebunden werden
    • VirtualBox auf Version 6 bringen
  • Scolis auf die frischeste LTS Version bringen
  • Roundcube Updates
  • WordPresse
    • WordPresse umziehen auf den neuen Server
    • WordPresse updaten und bei den Plugins aufräumen
  • nextClouds
    • nextClouds auf die jeweils neueste Version bringen (Stable statt Production)
  • Moodles
    • Moodles umziehen auf den neuen Server
    • Moodles upgraden und Anbindungen an nextClouds einrichten

Andere nennen es Ferien.

Update 03.01.2019: Ich bin durch, soweit ich das sehen kann. Mein Changelog habe ich ins KvFG Wiki gelegt, damit auch der Rest vom Fest was davon hat.

Mausetot

„… aber wenn man die Maus über die graue Fläche hält, dann sieht man doch, dass die sich verändert! Da musst Du dann klicken, dann klappt das auf.“

„Nö. Bei meiner Maus, da verändert sich nichts.“

PS: Liegt eindeutig an der Maus. Das ist nämlich keine Maus, sondern eine Spitzmaus. Spitzmäuse sind Insektenfresser und keine Mäuse. Probier’s mal mit ’ner Wühlmaus.

PPS: Für diesen Beitrag wurden keine Mäuse oder Spitzmäuse verwendet, die nicht Dank Hauskatze, Logitech und Synaptics weit im Vorfeld richtig konfiguriert worden wären.

Sommerschule

Die gesamte letzte Woche war „Sommerschule“ auf dem Höhnisch. In Mathe. Von 8 bis 12. Ich bin da noch gespalten, was diese Idee angeht.

Einerseits ist eine Bleiche, bevor es „richtig los geht“, gerade in Mathe, nicht schädlich und hilft denen, die in diesem Fach beim Übergang in die Oberstufe sonst Probleme hätten. Auch brauchen ältere Kinder weniger Ferien als jüngere.

Andererseits öffnet dies eine Tür in Richtung Nachhilfe durch Lehrkräfte, die von einigen SuS fest in ihre Arbeitshaltung während des Jahres eingepreist werden wird. Dazu kommt, dass die SuS es hier ja wieder mit der ihnen vertrauten Schulsituation zu tun haben. Die gleichen Pauker, die gleichen Räume. Das könnte ein Stück der Motivation wegnehmen bzw. erleichtert den Rückfall in die im Unterricht schon gezeigte Haltung.

Mal sehen, was die Kolleg/innen berichten.

DSGVO rev.

Was muss ich nicht alles lesen gerade: dass Schulen Zeugnisse von Hand schreiben müssen, weil: Datenschutz. Die Gesetze geben das IMHO nicht her. Siehe
DSGVO Art 6 Absatz I Ziffer c:

die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

i.V.m. Schulgesetz (Bildungsauftrag) als Legitimationsgrundlage und i.V.m. LDSG §4:

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist unbeschadet sonstiger Bestimmungen zulässig, wenn sie zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der öffentlichen Stelle liegenden Aufgabe oder in Ausübung öffentlicher Gewalt, die der öffentlichen Stelle übertragen wurde, erforderlich ist.

Bei einem genauerem Blick stellt man oft fest, dass sich die Sachlage vor Ort etwas komplizierter gestaltet. Die Kolleg/innen an derartigen Schulen scheinen mit dem Thema Verschlüsselung von Daten (das war schon vor der DSGVO Pflicht) zum ersten Mal in Kontakt zu kommen. Außerdem finde ich überwiegend Presseberichte aus anderen Bundesländern. Die Lehrerfortbildung in BaWü scheint gewirkt zu haben.
Bei den Formulierungen der Überschriften der Presseerzeugnisse steht zu befürchten: Entweder wollen die Verlage mehr Klicks – oder (Achtung: Verschwörungstheorie) die bringen den Datenschutz mit möglichst viel absurdem Zeug und Fake und Blödsinn in Verbindung, so dass sich keiner mehr traut, auf den Datenschutz zu verweisen oder gar auf die Einhaltung von Datenschutzvorschriften zu bestehen, weil die gesamte Umgebung nur noch allergisch darauf reagiert.