Archiv des Autors: d.weller

Klappern

Fiel ein paar SuS auf … lässt sich einfach öffnen – und auch wieder schließen. Aber abschließen lässt es sich nicht.

Es ist aber nicht das, was mensch so denkt: Der „Schule ist aus“-Knopf sieht nämlich anders aus. Der hier öffnet nur die Dachfenster.

Korrelation

Zahl und Tiefe der Löcher in den Tischkanten in diesem Physiksaal korrelieren mit der Entfernung zum Lehrerpult.

pdf > /dev/null

Was, an diesem Dokument hier zu Moodle und Itslearning, ist nicht schräg wenn nicht sogar falsch?

Ein Blick auf ein paar Details:

  • Kalender lassen sich bei Moodle exportieren: calendar/export.php
  • Office Funktionen können via OnlyOffice und Collabora bereitgestellt werden – vgl hier und da
  • Materialaustausch ist z.B. auch via Sharing Cart und noch auf vielen anderen Wegen möglich
  • Plugins kann ich mir einrichten wie ich will – hat mit BelWü erst einmal nix zu tun
  • Anbindung externer Dienste wäre eigentlich ein eigenes Dokument und nicht nur „…“
  • LDAP mit SESAM vergleichen oder auf eine Ebene stellen ist schlicht bullshit
  • Apps hängen nicht vom Kursdesign ab
  • WebDAV und Nextcloud sind zwei getrennt zu betrachtende Baustellen

Kurz: Da hat sich ein Noob hingesetzt und seine beschränkte Sicht der Dinge ohne Rücksprache mit Kundigen ins Netz geworfen. Der Hilfswert für eine Schule beträgt null, nada, nothing, zip, love. Da gibt es somit keine weitere Fragen an irgendwelche „Beratenden“ des LMZ.

Machen die das mit Absicht? Oder sind die so?

T450 Mini DP

Damit unsere T450er ein Bild auf dem Mini-Display-Port für HDMI Displays ausspucken tut es nicht jeglicher Adapter. Es muss wohl ein besonderer sein – und zumindest der von Lenovo selbst tut, was er soll.

Der hier funktionierte nicht:

https://www.ebay.de/itm/223596351250?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2060353.m2749.l2649

Der Lenovo Adapter funktionierte reibungslos:

https://www.ebay.de/itm/294631599396?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2060353.m2749.l2649

Für dieses Jahr reicht es mir nun mit dem Höhnisch. Da laufen die lieben LuL zur Kaffeetheke und verbreiten erst einmal, dass unsere T450er nur VGA Ports hätten und weil im Haus ja nun alles HDMI ist, könne mensch ja gar nicht … Nachdem das nicht so richtig zündete musste die nächste Welle Blödsinn her mit „der Mini DP Port tut nicht“.

These: Die Motive für Fakenewsverbreitung und die Anfälligkeit für Fakes sind kanalunabhängig. Auch in diesem Fall besteht ein Zusammenhang mit dem Bildungsniveau (Medienkompetenz), der Überforderung durch Pluralismus (kein GAFAM) und einer gelebten Egalhaltung gegenüber grundlegenden Menschenrechten (insbesondere Art 8 EU Charter).

Psychokrähe

Freitagsgast auf dem Höhnisch. Folgt allen Menschen, die nicht gleich mit den Armen fuchteln. Nervt und bettelt.

Kneipe wird 10

Herzlichen Glückwunsch, Kneipe! Du wirst heute 10 Jahre alt – und leistest noch immer Deinen Dienst im hausinternen Netz: der Zugriff auf das Home via Nextcloud, die Maildienste für die SuS, zwei OnlyOffice Dockerschleudern für die Moodles auf kvfg.org und kvfg.net … ohne Deine VMs sähe es in manchen Serviceecken dunkel aus.

Tut ja noch.

Digitafeln

Montiert sind die Dinger ja nun. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.

Katzenbildchen (jpg, png) lassen sich vom USB Stick in die Note App ziehen, das Schreibgefühl auf der Tafel ist auch OK, zehn Fingerchen werden gleichzeitig erkannt, die Stiftbedienungsoptionen sind vielfältig etc pp. Auch flac, mp3 und ogg lassen sich abspielen.

Aber von den vielen vielen Filmchen (mkv, webm, mp4) die ich für meine Tests mit dabei habe, läuft leider nur der Download von der Webseite des Heute Journals mit Bild und Ton.

Das bring mal einer den lieben Kolleg:innen bei, wie sie sich mit Handbrake und den passenden Einstellungen dazu genau das mp4 Format herrichten, das dann auf diesen zickigen Whiteboards läuft. Da muss (!) ein VLC drauf.

Ist auch machbar mit adb via tcp.

Und wenn da Software extra drauf muss, dann sollte die nicht so leicht wieder entfernbar sein. Lockapp ist demnach auch ein Muss – und davon hat es viele. Unendlich viele.

Und keine taugt was.

Jede getestete Lockapp konnte bisher auch wieder entfernt oder umgangen werden. Manchmal musste dazu ein wenig gefummelt und nachgedacht werden – aber für SuS mit Zeit und Beharrungsvermögen kein Problem.

Ich neige ein wenig dazu, im Bild oben den Lösungsweg zu suchen.

Oder es autostartet ein termux:boot script, und zieht alle Einstellungen gerade.

Weniger invasiv wäre termux (wenn es denn klappt). Maximal wirksam der Weg über root. Aber s’ist halt kein 50€ Phone von Ebay. Eine gebrickte Tafel will ich nicht erklären müssen.

Schraube locker

Der LfDI hat hier, sollte man meinen, klar genug ausgeführt, dass MS in der Schule nichts verloren hat. Den Rest lasse ich Andi erzählen, der dazu eine Geschichte verfasst hat:

… oder diese frei erfundene Geschichte:

Man stelle sich vor: Ein Schraubenlieferant liefert nicht, wie vereinbart, Schrauben mit metrischem Gewinde aus rostfreiem Stahl versehen mit einem Sechskant-Kopf sondern Kreuzschlitz-Kopf, Alu und Inch-Gewinde. Nach Reklamation erfolgt die Lieferung tatsächlich mit dem passenden Kopf, allerdings passen weder metrische Muttern noch werden die erforderlichen Festigkeitswerte erreicht.

Eine kundenfinanzierte Abteilung wird gegründet, um dem Hersteller nachzuweisen, dass seine Schrauben nicht den Vereinbarungen entsprechen. Der Hersteller gelobt Besserung (selbstverständlich ist der Kunde König!) und macht sich an die Herstellung der nächsten Schraubenlieferung. Diese erfüllt tatsächlich wieder Teilaspekte der Kundenwünsche, die Schrauben weisen nun aber u.a. ein Linksgewinde auf.

Eine Abteilung gut bezahlter Ingenieure im Bundesamt für die Herstellung von Schrauben erarbeitet nun Anleitungen, wie durch aufwändige mechanische Nachbearbeitung der gelieferten Schrauben die erwünschte Funktionalität halbwegs – und zumindest für die letzte erfolgte Schraubenlieferung – hergestellt werden kann. Allerdings stellt sich bei der darauf folgenden Lieferung heraus, dass wieder etwas anderes geändert wurde, die Anleitung komplett überarbeit wurde und Änderungen nur mehr mit Spezialmaschinen durchführbar sind.

Um etwas abzukürzen: Das beschriebene Szenario zieht sich in verschiedenen Varianten über bald Jahrzehnte hin, der Einkauf ’schwört‘ weiterhin auf den Hersteller (THE MARKETLEADER!)  und sucht nicht ernsthaft nach Alternativen, sondern verbrennt lieber Geld, das bei fähigem  Management längst für eine eigene und zuverlässige Schraubenfabrik gereicht hätte.

Jahre (Jahrzehnte?!) vergehen.

Irgendwann wird es dem Kunden dann doch zu bunt und er führt dem Lieferanten klipp und klar vor Augen, was die zu erfüllenden Anforderungen an die Schrauben sind (auch dafür  wurden wieder einige sehr gut bezahlte ‚Leistungsträger‘ in Amt und Würden eingestellt). Kunde (insbesondere der Einkauf) und Lieferant loben beide die ausgesprochen gute  Zusammenarbeit, und der Lieferant streicht in großflächigen Anzeigen die Relevanz der Kundenwünsche für das Schrauben-Unternehmen heraus.

Dann kommt die Lieferung.

Und?

Kein Kopf. Kein Schraubenkopf.

Zum ersten mal macht die Unternehmensleitung des Kunden ernsthafte Anstalten, sich nach einem anderen Schraubenlieferanten bzw. der eigenen, passgenauen Herstellung von  Schrauben aus vorhandenen Halbzeugen, umzusehen.

Daraufhin, (wie beschrieben, nach bald Jahrzehnten der „Reklamation“), gibt der  Schraubenlieferant das Versprechen, alles zur vollsten Zufriedenheit und nach Wunsch des  Kunden zu liefern. (Die letzte Lieferung war nur ein Missgeschick, blöd gelaufen, soll nicht  wieder vorkommen, kann ja mal passieren, aber jetzt habe man alles im Griff.)

Wir wissen nicht, ob sich die Entscheider der Unternehmensleitung weiter wie ein Tanzbär am Nasenring vom Schraubenhersteller vorführen lassen. Das wird die Zukunft zeigen. Allein der Einkauf hat sich schon erklärt: Mit dem attraktiven Angebot des Schraubenlieferanten seien ja wieder alle Möglichkeiten offen und: das ist ja eine tolle Sache.

[ CC BY SA ] A. Mundt