Umschlag

Die erste Schulwoche dient dem Zusammentragen von Heften und anderen, von den LuL gewünschten, von den SuS / Eltern einzukaufenden Utensilien. Ein relativ nerviger und zeitaufwändiger Prozess.

Hier gibt es ein lokales Ladengeschäft, bei dem sich Teile der Schulbevölkerung die nötigen Dinge für das jeweilige Schuljahr besorgen. Der Vorteil des etwas teureren, aber ordentlich sortierten Ladens ist, dass der Zettel mit den (oft ziemlich abgefahrenen) Lehrerwünschen nach besonderen Heften bei den Mitarbeitern abgegeben werden kann und die dann durch die Regale huschen und alles zusammenstellen. Das nimmt Stress raus.

Aber: Dieses Jahr sind weiße Heftschoner wohl der Hit bei einigen Lehrkräften. Dumm nur, dass die in den letzten Jahren (Jahrzehnten?) hier so gar nicht liefen. Der Hersteller hat aufgegeben, Nachbestellung geht nicht, im lokalen Laden läuft der Abverkauf der Reste.

Die beobachtbaren Reaktionen von Mama, Papa oder Zögling fallen vor dem Hintergrund dieser Situation in grob drei Kategorien:

  1. Stress gewinnt: „Aber der Lehrer hat doch gesagt … Die Kinder sollen da drauf ein Bild malen!“
  2. Funktion gewinnt: „Wenn weiße Papierumschläge alle sind, dann nehmen wir gelbe oder graue.“
  3. Farbe gewinnt: „Dann nehmen wir Plastik.“

Kurze Info an die Kategorie-1-Fraktion: Bei ebay hat es die Heftschoner aus Papier noch.

Im Grunde könnte sich dieser Prozess anders organisieren lassen:

  1. Schwarmvariante: Für jede Klasse hat es eine Wikiseite, auf die die Fach-LuL ihre Wünsche tippen. Die Klassenlehrer drucken dann diese Liste – oder noch besser: die Wikiseite wächst gleich öffentlich.
  2. Zentralisiert: Oder es hätte für jede Klasse ein DB-Formular (da reicht Limesurvey oder sogar Moodle – die Möglichkeiten sind Legion), in das die Fach-LuL ihre Wünsche schreiben. Dann wird zentral eingekauft – für alle, die sich an diesem Prozess beteiligen wollen. Alle anderen erhalten die Liste gedruckt oder als PDF.

Vermutlich ließe sich die zentrale Variante noch eher umsetzen, als die Schwarmlösung. In absehbarer Zeit wird aber weder die eine noch die andere Lösung kommen. Die Schulen wissen oft bis kurz vor knapp nicht, welche Lehrkraft in welche Klasse kommt. Die LuL können sich in den Fachbereichen nicht auf Standards für Hefte einigen. Und weder die LuL, noch die SuS noch die Eltern reißen sich um die Organisation eines zentralen Prozesses.

Also weiter so. Wächst sich ja auch raus. Sind die Kinder mal alt genug, reicht der Kauf eines einzigen Ringblocks mit karierten Blättern.