Karlchen III

Karlchen ist wieder da. Ich hab es doch nicht ausgehalten, ein im Grunde gutes Projekt wie die Vertretungsplan-App daran versterben zu lassen, dass sich keiner für die Betreuung des Servers dazu findet. Und gelernt habe ich auch wieder:

  • Für die meisten LuL (und sicherlich auch SuS) ist Technik von Magie, Weihnachten und Wunschkonzert nicht zu unterscheiden. Da schienen einige Punkte nicht so ganz klar zu sein:
    • Dass man sich nicht groß über serverbasierte Software unterhalten muss, wenn man keinen hat, der die Software pflegt
    • Dass man sich nicht über serverbasierte Software unterhalten muss, wenn man keinen hat, der den Server pflegt
    • Dass man SuS bei der Arbeit auf einem Server begleiten muss und dass man zur Begleitung selbst ein wenig von der Materie verstehen muss
    • Dass das alles Zeit kostet und sich nicht darin erschöpft, in Sitzungen das Wort zu führen, ohne das Projekt tatsächlich / konkret inhaltlich zu verstehen und zu betreuen
    • Dass Datenschutz nicht dadurch verwirklicht wird, indem man das Wort „Datenschutz“ verwendet (illokutionär)

Naja. Ist wohl so und lässt sich nicht so schnell ändern.

Technisch gab es bezüglich Karlchen ebenfalls Lernfutter:

  • VBox auf LXDE durch VNC via SSH auf KDE zu tunneln führt dazu, dass die Zeichen ()[] sowie | nicht an die VM durchgereicht werden. Ubuntu 18.04 nutzt netplan. Was für ein Mist, dass man keine komplexere netplan Konfiguration hinbekommt, ohne die oben genannten Zeichen.
  • Noch dümmer wird das dadurch, dass im Setup mit der Alternate CD für Ubuntu Server die Auswahl „Manuelle Netzwerkkonfiguration“ nicht dazu führt, dass der Installer die Netzwerkangaben einsammelt (das war früher so). Der Prozess läuft durch, es folgt ein Reboot – und wer nicht vor der Kiste hockt ist dann verloren, weil das Netz unkonfiguriert verbleibt. Kommt man doch noch remote auf die Loginshell, dann kann man kein ifupdown nachinstallieren, das einem die Netzwerkkonfiguration auch ohne ()[] | ermöglichen würde.
  • Alles – auch die DNS Konfiguration – ist irgendwie mit sytemd verdongelt. Mal nen unbound nachziehen und in der /etc/resolv.conf den Nameserver setzen war unter Ubuntu schon länger nicht mehr ganz so einfach – unter 18.04 aber noch einmal eine Schippe komplexer geworden.

Ich bin langsam reif für Devuan.