Piep

Was macht ein am Schulhaus angeschlagener Spatz mit dem Kopf, wenn er Angst hat? Er steckt diesen unter seine Flügel nach dem Motto „Wenn ich Dich nicht sehe, dann siehst Du mich auch nicht.“

Also kam er erst mal in einen Karton, um ihn besser begutachten zu können.

Und weil er sich erholte dann im Anschluss auf das Hochbeet.

Auch so geht Schulalltag.

Is it dead, Jim?

Wenn ich das Rauschen im Mailwald gerade richtig interpretiere, hat der LfDI in Baden-Württemberg MSO365 einen kräftigen Schubs in Richtung Klippe gegeben.

Das wäre längst überfällig und absolut notwendig, wenn Grundrechtsbindung mehr sein soll als nur hohles, leeres Wort.

Leider sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Details veröffentlicht – aber die sollten dann ja zeitnah kommen.

PHV

Die Philologen haben eine neue Webseite und selbstverständlich verbocken sie es. Wohl aus der inzwischen immer weiter verbreiteten Grundhaltung heraus, dass Datenschutz nur was für Spinner ist, werden da großzügig die üblichen Verdächtigen mit den Daten der Besucher versorgt. Technisch notwendig ist keine der Einbindungen. Könnte man alles selbst auf dem eigenen Server betreiben.

Muss man da noch erwähnen, dass die Datenschutzseite diese Dienste nicht aufführt?

Diese, sich meist aus Gedankenlosigkeit, Faulheit, Grundrechtsvergessenheit und vollständiger Inkompetenz sich ergebende Haltung gegenüber Datenschutzfragen geht mir so was von auf die Nerven … Hauptsache Oberflächlichkeit und Mitschwimmen im Kollektiv der hübschen Webseiten.

Jetzt hab ich mal den Großen Vorsitzenden angeschrieben und um Aufklärung gebeten. Kommt der nicht in die Hose, dann darf ich wieder den LfDI bemühen.

Update 28.05.2020

Mein Mailgemaule scheint geholfen zu haben. Die PHV Webseite ist nun – nach einer ersten oberflächlichen Prüfung – so sauber, wie es sein sollte. Es lag dann wohl am üblichen Problemchen: Aufträge an Dritte werden vergeben aber die gelieferte Ware wird nicht kontrolliert. Am Wochenende grab ich trotzdem mal tiefer und schau mir vor allem auch das Backend an.

Blech

Die CPUs für die Moodle VM reichen für die aktuell auftretende Last nicht mehr wirklich aus. Wir sind inzwischen beim CPU Pinning angekommen, um die Wartezeiten nach dem Klick zu verkürzen – aber das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Immer, wenn im Diagramm oben orange auftaucht, dann ist Krise.

Da hilft nur ein frisches Blech als Basis, mit mehr und schnelleren CPUs.

Insights

Moodle 3.8 lieferte hier ein KI Modell mit aus, das im Rahmen des Updates via CLI dafür sorgte, dass alle Kursleiter unfreiwillig erfahren durften, dass ihre SuS schon länger nicht mehr im Kursraum waren. So etwas will man als Lehrkraft ja gar nicht wissen 😉

Weil die Datenschutzerklärung des KvFG ausdrücklich auf Profiling eingeht, musste ich den richtigen Schalter finden – und denke inzwischen, dass ich den auch gefunden habe.

Deaktiviert man die Modelle via Aktionen nur auf deren Überblicksseite im Bereich Analytics-Modelle, dann scheint Moodle im Zuge von Updates diese Einstellung zu vergessen, sofern diese über CLI vorgenommen werden … und wirft mit Mails nach den Kursraumleitungen. Die sind dann irritiert. Will man ja nicht.

Also knipst man das Analytics Modul komplett weg. Das findet man als Admin im Backend unter Zusatzoptionen

… und dort ziemlich weit unten auf der Seite. Eine Suche im Backend nach enableanalytics hilft natürlich auch.

Häkchen raus – und dann ist hoffentlich mehr Ruhe im Karton.

Ob das den Fall nun endgültig erledigt erfahre ich spätestens im Zuge des nächsten Moodle-Updates. Bis dahin muss ich mit den Anfragen der LuL zu der Mailflut leben, die denken, ich persönlich hätte sie angemailt. Aber das ist ein übliches Missverständnis im Kontext allgemeiner Medienkompetenz.

Zombie auf SSDs

Zweiseitiges Klebeband hält die SSD an der richtigen Stelle im Caddy

Zweiseitiges Klebeband hält die SSD an der richtigen Stelle im Caddy

Janis und ich hatten heute unser „NWT Projektchen“ rund um den Virtualisierungshost Kneipe, die nun ein Hardware-RAID-1 mit SSDs erhalten hat.

Da ich keine 2,5er Caddies hatte, mussten die 3,5er herhalten – und die SSDs mit Klebeband befestigt werden. Das ging ganz gut. Der Einsatz des zusätzlich besorgten 2-Komponentenklebers fiel aus.

Kneipe lebt wieder

Kneipe lebt wieder

Dann wurde das Hardware-RAID eingerichtet (ein insgesamt wenig intuitiver Vorgang bei 3Ware-Raid-Controllern. Wer programmiert eigentlich diese BIOSe?) und der Inhalt der alten Partitionen auf die neuen per rsync geschubst. Hätten wir nicht vergessen, die Markierung für boot zu setzen, wären wir noch flotter durchgekommen 🙂

Fühlt sich eindeutig reaktionsfreudiger an – auch in den VMs. Und außerdem stehen nun 2TB Backupplatz zusätzlich zur Verfügung.

Kneipe stirbt weiter

Dass es innerhalb der Kneipe nicht mehr ganz rund läuft bezüglich Grafikkarte ist ja schon länger ein Thema. Jetzt haben auch die beiden USB-Ports vorne den Geist aufgegeben, was dazu führte, dass der Wetterserver keine Daten mehr erhielt [1]. Der schiebt nun zur Vorsicht alle 15 Minuten die weewx und die forecast Datenbanken zu Hetzner.

Und für die Kneipe selbst? Kauf ich noch eine USB Steckkarte? Weil Kneipe hat hinten nur zwei USB-Ports?

Ein klein wenig fühlt es sich an, wie die Transplantation frischer Organe in Zombies.

Use IT

Die Medientechnik im Haus ist für den Alltag zu komplex. In den meisten Anwendungsfällen möchte man nur ein Bild als Einstieg zeigen, eine kurze Filmsequenz vielleicht oder ein Lied, eine Schlagzeile. Dazu

  1. den Beamer anzuschalten
  2. den Eingang für den Beamer am entsprechenden Switch richtig zu setzen
  3. die Soundquelle am entsprechenden zweiten Switch zu wählen
  4. einen Rechner mit der ganzen Komplexität des jeweiligen Betriebsyystems hochzufahren und sich dort anzumelden
  5. den USB Stick anzuschließen und / oder die Datei auf diesem bzw. im Homeverzeichnis zu finden

ist fehleranfällig und overkill. Das sind zu viele Tasten und Knöpfe, die gedrückt und Schalter, die gedreht werden müssen.

Ich denke, alltagstauglich ist das, was einfach ist.

Ein dummes Android auf einem Monstertablet als Tafel, das notwendige Grundfunktionen mitbringt, ist die bessere Lösung, die mehr Menschen erreicht. Vor allem auch die DAUs. Außerdem erreichen wir nur so einen dann zwangsweise erfolgenden Umbau aller Zimmer und somit die ersehnte Einheitlichkeit und auch Größe bei den Präsentationsflächen.

Alle anderen Lösungen mögen Verbesserungen zum jetzigen Kabelsalat mit Schrumpfpräsentationsflächen darstellen, bleiben jedoch immer „Basteln 2.0“. Erst wenn das Zentrum stimmt sollte man sich weitere Gedanken um die Peripherie (Präsentations-PC, L-Laptop, WDA, Dokumentenkamera etc. pp.) machen.

2020-01-19-medienentwicklung [pdf] [147 kb]

Mal sehen, was nun passiert. Vermutlich nix Grundsätzliches, sondern fortgeschritteneres Basteln mit Ausnahmen von jeglicher Einheitlichkeit als Regelzustand. Weil? Wir sind Schwaben und 10k € für ein Klassenzimmer sind uns zu viel.

Beschwörung

Soll vermutlich magisch wirken, das Bild auf der Homepage. Ich hab da dieses Jahr (und auch im Dezember letztes Jahr) keine Flocke sehen können. Das Wetter gibt es schlicht noch nicht her.