Netzplan

Nachdem nun die von mir betreuten Dienste von Karlchen runter sind, bin ich mal gespannt, wer diese Kiste übernimmt. Ich will Karlchen nur am Bein haben, wenn es dort dann auch so zugeht, wie ich mir das vorstelle – und das ist, wie am aktuellen Zustand der Maschine zu sehen ist, nicht das, was dort gebräuchlich ist.

Ich würde das Ding, so wie es sich gerade zeigt, schlicht wegwerfen und mit 18.04.1 LTS neu anfangen. Vor allem aber würde ich darauf bestehen, dass Datenschutz nicht nur Blabla für Sitzungen mit Ahnungslosen ist, sondern dass die dort werkelneden SuS lernen, welche Anforderungen (DSGVO, LDSG, BDSG, Absprachen mit SL und PR etc. pp) auf Seiten der Dokumentation und der institutionellen Einbindung dazu gehören.

Grabbelkischd

Im Sommer kommt „Mr Elektrisch“ in die Schule und mistet alle Geräte aus, die aus feuerpolizeilicher Sicht kritisch sind. Diese befinden sich aktuell im Aufenthaltsraum. Dazu gehören wilde Kaffeemaschinen, freilaufende Steckerleisten, beleuchtete Kindergloben, Ventilatoren, Wasserkocher und Leselampen. Aber vor allem auch: Gerätschaften aus der Physiksammlung!

Nachdem Janis und ich heute unserer Kneipe erfolgreich einen Tritt verpassen konnten, kamen wir an dem Stapel mit „Elektroschrott“ nicht vorbei. Zu viele Geräte können noch bespielt, zerlegt oder sonst sinnvoll in Bastelprojekten genutzt werden. Die Anfrage an die Physiker läuft.

Und die Kneipe läuft auch wieder:

Der Verdacht „Kernel knall auf AST“ war wohl der richtige. Mit einer dedizierten Grafikkarte flutscht sie wieder und sollte durchhalten, bis der Umzug der VMs auf ihren neuen Host am Ende der Ferien dann stattfindet.

Kneipe

Unsere „Kneipe“ zickt mit dem neuen 14.04er 3.13.0-155.205 Kernel rum. Jedes zweite mal wirft sie beim Booten schon eine Kernelpanic und wenn sie doch mal hochkommt, dann knallt Xorg (vermutlich ist es xorg) vor die Wand, die Kneipe friert ein und außer hart ausschalten hilft nix mehr.

Es könnte sich um ein Problem mit dem AST Treiber der Graka und dem Kernel handeln … oder um die RAM Chips, die faulig sind. Das Netz / Google geben da verschiedene Wege her, von denen mir keiner richtig gefällt. An fauliges RAM glaub ich nicht so wirklich, denn nach 6 Stunden memtest war noch kein Fehler zu sehen und außerdem läuft sie mit dem 3.13.0-153er Kernel ja stabil. Also wohl eher AST.

Ich seh da grad die folgenden Optionen

  1. Ich werf die GUI (aktuell ist da ein LXDE drauf) komplett runter und schau mal, ob sie ohne GUI stabil mit dem frischeren Kernel läuft. Wenn ja, dann kann man von dort evtl. auf 16.04 migrieren. Oder es bleiben lassen. Was auch immer.
  2. Ich upgrade mit GUI und 3.13.0-153er Kernel aus gebootet von 14.04 auf 16.04 und schau mal, wie der Kneipe die 4er Kernel in 16.04 gefallen. Wenn das allerdings schief geht, bleibt nur noch 3.
  3. Ich werf die Kneipe komplett weg und zieh auf den Dell um, der noch in meinem Keller liegt und den Job der Kneipe locker übernehmen könnte. Den mach ich gleich als 18.04. Mehr als VLAN und Bonding und VBox muss da nicht hin. Müsste also in übersichtlicher Zeit zu machen sein – vor allem aber, muss ich dazu nicht im Serverraum in der Schule hocken.
  4. Ich lass die Kneipe mit dem 3.13.0-153er laufen, bis Michael mehr RAM herschafft und wir die paar VMs komplett umziehen können. Die 3 VMs auf Kneipe brauchen zusammen rund 10GB. Also könnte man die VMWare-Kiste gleich auf 48GB aufstocken, zwei zusätzliche 4TB-Drives für ein RAID1 dazu stecken und hat wohl eine Zeit lang Ruhe (wenn Michael bezüglich der Stabilität von USB unter VMWare richtig liegt – ich hab da mit dem Wetterserver unter VMWare in der Vergangenheit nur negative Erfahrungen gesammelt).

… und da ich mir unsicher bin, hab ich mal Daniel angeschrieben, was der meint. Vermutlich kommt da ein knappes „4“ zurück.

So

Das gärte schon lange in mir, dass Beehive nicht mehr ein Blog ist, in dem aus dem KvFG berichtet wird, sondern eines, in dem ich über meine Sicht auf das KvFG schreibe.

Der Entstehungszusammenhang von Beehive war einst ein anderer: Aus dem zwei mal erschienen Heft Frischling, einem Jahrbuch für die Schule, sollte ein Blog werden, in dem jederman/frau der Schule von seinen Projekten berichten kann. Geschehen ist dann … nix. Außer mir und ein paar SuS schrieb hier niemand. Das war eine Zeit lang in Ordnung, so lange ich selbst die meiste Arbeitszeit an der Schule verbrachte, aber je mehr ich zum road warrior wurde, desto sinnfreier wurde der genannte Ansatz bzw. desto technischer (Netzwerkeln blieb im örtlichen Aufgabenbereich) und auch allgemeiner (z.B. KM-Themen). Beehive entwickelte sich zum reinen Weblog – eine „etwas eigene“ Sicht der Dinge auf dem Höhnisch.

Löschen oder komplett neu anfangen? Am Ende brachte ich es nicht über’s Herz, 12 Jahre Blog in die Tonne zu kippen – und zog deshalb am 31.07.2018 hier her. Was nun wird, wird sich ergeben.

Die alten Artikel mit zu viel persönlichen Daten aus der Schule habe ich mit einem Passwort versehen.

 

DSGVO rev.

Was muss ich nicht alles lesen gerade: dass Schulen Zeugnisse von Hand schreiben müssen, weil: Datenschutz. Die Gesetze geben das IMHO nicht her. Siehe
DSGVO Art 6 Absatz I Ziffer c:

die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

i.V.m. Schulgesetz (Bildungsauftrag) als Legitimationsgrundlage und i.V.m. LDSG §4:

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist unbeschadet sonstiger Bestimmungen zulässig, wenn sie zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der öffentlichen Stelle liegenden Aufgabe oder in Ausübung öffentlicher Gewalt, die der öffentlichen Stelle übertragen wurde, erforderlich ist.

Bei einem genauerem Blick stellt man oft fest, dass sich die Sachlage vor Ort etwas komplizierter gestaltet. Die Kolleg/innen an derartigen Schulen scheinen mit dem Thema Verschlüsselung von Daten (das war schon vor der DSGVO Pflicht) zum ersten Mal in Kontakt zu kommen. Außerdem finde ich überwiegend Presseberichte aus anderen Bundesländern. Die Lehrerfortbildung in BaWü scheint gewirkt zu haben.
Bei den Formulierungen der Überschriften der Presseerzeugnisse steht zu befürchten: Entweder wollen die Verlage mehr Klicks – oder (Achtung: Verschwörungstheorie) die bringen den Datenschutz mit möglichst viel absurdem Zeug und Fake und Blödsinn in Verbindung, so dass sich keiner mehr traut, auf den Datenschutz zu verweisen oder gar auf die Einhaltung von Datenschutzvorschriften zu bestehen, weil die gesamte Umgebung nur noch allergisch darauf reagiert.

Don'ts

Ich hab einen frischen Don’t an meiner Schule entdeckt: Weil der Tisch im LZ nicht eingelassen ist, sondern gewachst, darf man diesen nur abwischen, aber nicht abschrubben.

Das gilt auch für die Fälle, in denen die Wurzelbürste als das geeignetste Werkzeug zur Reinigung erscheint – z.B. weil der eigene Ranzen am Tisch festklebt, nachdem man diesen dort kurz abstellte.
Man lernt nie aus. Und in diesem Fall: auf soo vielen Ebenen.

Bombe 2018

Es war wieder so weit: LPP und Projekt Bombe. Dieses Jahr haben wir 139 Probanden erfassen können, davon 66 Männer, 63 Frauen und 10 ohne Angaben in diesem binären System. Die Grunddaten zum Projekt 2017 mögen die Interessierten dort abrufen. Hier nur ein schneller Blick in den Datensalat.

Ein Vergleich der Mittelwerte 2017-2018 zeigt, dass die Unterstützung für die, die wir intern Trumpisten nannten, zurückgegangen ist. Dafür ist jedoch die Unterstützung für eine deutsche Atomwaffe kräftig gestiegen, das Angstniveau weniger deutlich.
Die inzwischen übliche explorative Faktorenanalse (vulgo: Blick in die Kristallkugel des Data-Mining) ergab dieses Jahr das folgende Bild:

  1. Der erste Faktor sind die „Trumpisten“
  2. Der zweite Faktor sind die „Senioren“
  3. Der dritte Faktor sind die „Zocker“
  4. Der vierte Faktor fällt aus, weil die Items nicht hoch genug laden
  5. Der fünfte Faktor sind die „Schisser“

Das klingt alles wesentlich runder als im letzten Jahr, ist empirisch aber trotzdem nicht sinniger. Egal: Der Spaß bei der Benennung korreliert mit der Möglichkeit auf Alltagsintuition zurück greifen zu können.
Ich weiß nun auch nicht, ob ich beruhigt sein soll, weil weniger Menschen „Germany first“-Anhänger waren, oder beunruhigt, weil mehr Menschen eine Atomwaffe für Deutschland wollen. Gut also, dass es sich um ein Junk-Sample handelt, bei dem sich jeder Rückbezug zur gesellschaftlichen Realität verbietet.

EUDSGVO WTF?

Habt Ihr bei Euch an der Schule die EUDSGVO schon komplett umgesetzt?
Ja.
Selbst?
Nein. Wir haben uns dazu von einem Anwalt beraten lassen.
Klingt gut. Kannst Du mir bitte seine Telefonnummer geben?
Nein.